Einstellungsgespräche erfolgreich führen: Ein by Eberhardt Hofmann

By Eberhardt Hofmann

Einführung Bewerber antworten in Vorstellungsgesprächen nicht einfach spontan und unreflektiert. Die Antworten werden oftmals überlegt und taktisch gegeben. Diese Tendenz verstärkt sich durch die inflationär anwachsende Zahl von Ratgebern für Bewerber. guy muss davon ausgehen, dass so intestine wie jeder qualifizierte Bewerber vorbereitet zum Vorstellungsgespräch kommt. Wie sinnvoll und realitätsangemessen diese shape der Vorbereitung ist, ist dabei eine andere Frage. Die zentrale those dieses Buches lautet: Bewerber verhalten sich in Vorstellungsgesprächen nicht „natürlich“, nicht „spontan“, sie reagieren (bewusst oder unbewusst) nicht so, wie sie sich „normalerweise“ verhalten w- den, sondern in einer mehr oder weniger verzerrten artwork und Weise. Das schränkt die Validität des Vorstellungsgespräches stark ein. Die Qualität hängt aber auch stark von der Kompetenz des Interviewers ab. Seitens des Interviewers ist ein solches Gespräch nicht einfach. Oftmals wird guy als Interviewer, insbesondere als Fachbereichsvertreter, völlig unvor- reitet mit diesem Thema konfrontiert. Das Vorstellungsgespräch erscheint auf den ersten Blick relativ einfach, guy muss sich (anscheinend) nur mit dem Bewerber zusammensetzen und mit ihm reden. Um ein gutes Vorstellungsgespräch führen zu können, ist es notwendig, einige Schalter im Kopf umzulegen und ein teilweise völlig anderes Gesprächsverhalten anzuwenden, als dies in „normalen“ Gesprächen angemessen ist. 10 Einführung Vorstellungs- Normales gespräch Gespräch Geschlossene Offene Fragen Fragen Sensorisch genaues Flüchtiges Zuhören Zuhören Allgemeine Präzises Aussagen Nachfragen Bedeutungs- Bedeutungen generierung durch explizit Wahrscheinlichkei- erfragen berechnung Abbildung 1: Normales Gespräch und Vorstellungsgespräch: Schalter umlegen Die Bedeutung dieser einzelnen Schalter wird in den Kapiteln zur Gesprächstechnik intensiv erläutert.

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Einstellungsgespräche erfolgreich führen: Ein Praxisleitfaden für die Auswahl der besten Bewerber

Einführung Bewerber antworten in Vorstellungsgesprächen nicht einfach spontan und unreflektiert. Die Antworten werden oftmals überlegt und taktisch gegeben. Diese Tendenz verstärkt sich durch die inflationär anwachsende Zahl von Ratgebern für Bewerber. guy muss davon ausgehen, dass so intestine wie jeder qualifizierte Bewerber vorbereitet zum Vorstellungsgespräch kommt.

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In der Praxis reduziert sich also der Aufwand des Nachfragens und konzentriert sich auf den ersten Teil des Gesprächs, in dem der Gesprächsstil explizit oder implizit durch den Interviewer definiert wird. Manche Bewerber lernen in dieser Phase jedoch auch etwas Falsches. Sie scheinen zu lernen „Der Interviewer hört gerne das Wort konkret“ und verwenden dann das Wort „konkret“ in sehr vagen Zusammenhängen. “ Man darf sich als Interviewer nicht von Floskeln blenden lassen, sondern muss auf die Sinnhaftigkeit der Aussagen achten.

Auch Politiker sind gut bedient, wenn sie möglichst unkonkrete Aussagen treffen. Ein prominentes Beispiel für den Verstoß gegen diese Regel und dessen fatale Folgen stellte Rudolf Scharping dar. Im Rahmen der ständig wiederkehrenden Debatte um Steuererhöhungen meldete er sich mit der wohlfei- 38 Kapitel 3: Konkret werden len Forderung zu Wort, dass die „Besserverdienenden“ höher besteuert werden sollten. Der Begriff „Besserverdienende“ ist dabei geradezu hypnotischer Natur, da er für sich genommen gar nichts aussagt und deshalb von jedem mit einem individuellen Sinn gefüllt werden kann.

Beispiele einfordern Durch die Art der Fragestellung kann die Menge der Informationen, die der Bewerber liefert, wesentlich gesteuert werden. Eine weitere Möglichkeit, Informationen vom Bewerber zu erhalten, ist es, Beispiele zur Verdeutlichung des von ihm Gesagten zu fordern. Die Technik des Einforderns von Beispielen wird im nächsten Kapitel behandelt, das sich mit dem Thema Nachfragen und Konkretisierungen befasst, da die Technik auch für diese Zwecke von Bedeutung ist. Nicht selten reagieren Bewerber auf die Frage nach Beispielen damit, dass sie angeben, im Moment falle ihnen auf die Schnelle kein konkretes Beispiel ein.

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