Die besten Absichten: Roman by Max Aub

By Max Aub

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Retinale Gefäßerkrankungen

In dem Band stellen namhafte Autoren erstmals alle Gefäßerkrankungen der Retina komplett und praxisnah dar. In einem einleitenden Teil werden aktuelle Methoden der Netzhaut-Diagnostik und -Therapie behandelt. Im umfangreichen klinischen Teil beschreiben die Autoren systematisch alle relevanten Erkrankungen und erklären deren Pathogenese.

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D. ] Don Pacos gegangen. Er machte jetzt immer einen Umweg, um nicht an dem Laden des braven Aragonesen in der Calle del Príncipe vor dem Teatro de la Comedia vorüber zu müssen. Anfangs tröstete er sich, indem er dachte, man glaube, er sei nach Bejar oder nach Alcoy verreist – wo er zweimal im Jahr hinfuhr –, aber dann … Während er sich auf dem schmalen Feldbett hin und her wälzte, das man mit Müh und Not in dem winzigen Zimmer untergebracht hatte, in dem er fast erstickte, fragte sich Agustín, ob sich sein Opfer überhaupt gelohnt habe.

Aber sag bloß nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. Petra war eine kleine, dunkelbraune, argwöhnische Person, lebhaft wie Quecksilber, unermüdlich bei der Arbeit und von unversöhnlichem Haß auf die Männer, den eine düstere Geschichte rechtfertigte; sie hatte einen Stiefvater gehabt, der sie in jenem Heim untergebracht hatte, in dem sie Remedios kennenlernte. Vom ersten Tag an waren sie sich sympathisch; es war offensichtlich, daß ihre Abneigung gegen den Plan Agustíns zu einem großen Teil von ihrer Furcht herrührte, sich von Remedios trennen zu müssen, die sie als ihre Schwester betrachtete.

Bei keinem anderen, ihm noch so Vertrauten, hätte er das getan. Zarnazo gehörte einer anderen Welt an. Der kleine Pfarrer hörte ihm aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen. Dann fragte er ihn: – Gehst du noch in die Kirche? – Nein. – Hast du den Glauben verloren? – Ohne es zu merken. Aber was rätst du mir? – Soll ich nicht besser mit deiner Mutter sprechen? – Auf keinen Fall. – Es wäre das beste und das nobelste. – Ihr Leben wäre zerstört.  – Ihr lebt alle im Stande der Todsünde. – Du kannst dir wohl vorstellen, daß das mein geringster Kummer ist.

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