Die Aldi-Welt. Nachforschungen im Reich der by Hannes Hintermeier

By Hannes Hintermeier

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Retinale Gefäßerkrankungen

In dem Band stellen namhafte Autoren erstmals alle Gefäßerkrankungen der Retina komplett und praxisnah dar. In einem einleitenden Teil werden aktuelle Methoden der Netzhaut-Diagnostik und -Therapie behandelt. Im umfangreichen klinischen Teil beschreiben die Autoren systematisch alle relevanten Erkrankungen und erklären deren Pathogenese.

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Der in Hamburg weltberühmte Bergedorfer Gesprächskreis führt Wissenschaftler aus allen Ecken der Welt zum Dialog zusammen: Körber spendierte die Renovierung der Deichtorhallen, einem zentralen Kunstbau der nicht gerade überreich mit zeitgenössischer Kunst gesegneten Freien und Hansestadt. Was Körber aber, zunächst über das »rein Menschliche« hinaus, hier so interessant macht, ist die Tatsache, daß er – obgleich Jahrgang 1909, mithin fast eine Generation älter als die Albrecht-Brüder – erst nach dem Zweiten Weltkrieg darangehen konnte, sein Imperium zu errichten.

Aldi unterbot schamlos die örtliche Konkurrenz, bis diese zurückschlug und die deutschen Discountweltmeister sich gezwungen sahen, die staatliche Wettbewerbskontrolle einzuschalten: Aldi-Konkurrenten sollen ihre Großhändler bedroht haben, nicht länger an den deutschen Störenfried zu liefern, andernfalls… Tatsächlich sah sich Aldi gezwungen, in seinen Schaufenstern Plakate auszuhängen, auf denen sich die Firma für fehlende Produkte im Sortiment entschuldigte – einige Hersteller hätten die Zulieferung eingestellt.

Ein ganz und gar zeitgenössisches Konzept, in der Mitte eines Jahrhunderts, das alles nach Massen zu bemessen gelernt hat – Tierhaltung, Fortbewegung, Vernichtung. Dieses simple, aber betriebswirtschaftlich hochrentable Rezept der Reduzierung fiel in den mageren Nachkriegsjahren auf einen fruchtbaren Boden. Für Schnickschnack war kein Geld da, aber die Menschen waren hungrig nach lange entbehrten Genüssen. Und so ging die Geschwindigkeit der Expansion in eine höhere Gangart. Bereits 1960 sind die Brüder bei 300 Filialen und einem Umsatz von rund 90 Millionen Mark angelangt.

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