Das Drama. Theorie und Analyse, 11. Auflage by Manfred Pfister

By Manfred Pfister

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Retinale Gefäßerkrankungen

In dem Band stellen namhafte Autoren erstmals alle Gefäßerkrankungen der Retina komplett und praxisnah dar. In einem einleitenden Teil werden aktuelle Methoden der Netzhaut-Diagnostik und -Therapie behandelt. Im umfangreichen klinischen Teil beschreiben die Autoren systematisch alle relevanten Erkrankungen und erklären deren Pathogenese.

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Jede direkte Wendung an das Publikum ist somit ausgeschlossen, denn die Rampe als absolute Grenze ist das szenische Korrelat der Abwesenheit eines vermittelnden Kommu44 nikationssystems . Diese Bühnenform und d ieses Verhältnis von Zu­ schauer und Bühne bedingen eine besondere D ramenform, das realistische Illusionsdrama eines I bsen oder Tschechow. Man braucht sich nicht völlig mit der Polemik Brechts gegen diese Bühnenform zu identifizieren, um ihre Beschränktheit zu erkennen : sie ist weder den dramatischen Werken der Antike oder den Dramen Shakespeares und Molieres adäquat noch dem modernen Versdrama Eliots, dem absurden Drama Ionescos und Becketts oder dem " ep ischen Theater" Brechts .

Diese negativen Tendenzen sind auch der Grund für zahlreiche neuere Versuche, literarische und theatralische Produktionsfunktionen institutionell wieder zu verbinden (" Hausdramatiker", "playwright in residence ') . Auch die theaterinterne Organisation der Produktionsfunktionen ist historischem Wandel unterworfen und bedingt dadurch Veränderungen in der Struktur der inszenierten Texte. 47 Dies sind alternative Organisationsformen der theatralischen Produktionsfunktionen, die nicht nur von historischem Interesse sind, sondern sich in der modernen Theatersituation nebeneinander finden .

4 Implizite Inszenierungsanweisungen im Haupttext Inszenierungsanweisungen finden sich jedoch nicht nur im Nebentext, sondern implizit auch im Haupttext - wie im folgenden Beispiel aus Tschechows Kirschgarten: LOPACH I N : DUNJASCHA : LOPACH I N : W a s ist mit dir, Dunjascha? . Die Hände zittern. Ich fall' noch in Ohnmacht. Du bist zu empfindlich, Dunjascha. Und du kleidest dich auch wie ein Fräulein, und auch die Frisur ist so. ( . . ) 1 1 Nur s o ist e s j a auch möglich, daß , wie wir gesehen haben, i n bestimmten historischen Perioden dramatische Texte mit einem Minimum von Neben­ text schriftlich fixiert wurden.

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