Das bedingte Leben. Theorie der psycho-logischen by Friedrich Wolfram Heubach

By Friedrich Wolfram Heubach

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Retinale Gefäßerkrankungen

In dem Band stellen namhafte Autoren erstmals alle Gefäßerkrankungen der Retina komplett und praxisnah dar. In einem einleitenden Teil werden aktuelle Methoden der Netzhaut-Diagnostik und -Therapie behandelt. Im umfangreichen klinischen Teil beschreiben die Autoren systematisch alle relevanten Erkrankungen und erklären deren Pathogenese.

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Von dieser Interpretation Simmels ausgehend, erscheint die >verkehrte< Gegenständlichkeit, welche ·die Dinge im Warenfetischismus erhalten, nicht so sehr in sich problematisch, als vielmehr Ausdruck einer in der allgemeinen Gegenständlichkeitsform der Dinge liegenden Problematik zu sein. Daß ein •verkehrtes< Gegenstandsverhalten - hier der Fetischismus - nicht als ein eigenlogisches Phänomen zu erklären ist, sondern aus Bedingungen der allge­ meinen Gegenständlichkeitsform der Dinge resultiert, wird hier später noch in anderen Zusammenhängen deutlicher werden (vgl.

Lden, nicht aber die gegenständlichen Verhältnisse in ihm. Diese theoretisch vereinseitigre Beziehung des Menschen zu den Dingen bildet die Grundlage, auf der dann solche Phänomene wie die identitäts- bzw. statusbildende Funktion oder die personale Qualität von Dingen pauschal als Ausdruck einer Verkehrung des Menschlieben erklärt werden. Die sich darin manifestierende Anschauung von der >wahren< Gegenständlichkeit der Dinge zeugt von einem eigentümlich zweckrationalen und funktionalistischen Den­ ken, das jeden Umgang mit Dingen, in dem sich mehr oder anderes als ihre sogen annt objektiven Zwecke erfüllt, als •phantastisch« (Haug) disq ualifi­ ziert.

Zwar ist der Fetisch möglicherweise symbolisch zu deuten, aber er funktioniert nicht wie ein Symbol, da in ihm die Realität dessen, wofür er steht, zugleich annihiliert wird. Dieses eigentümlich Paradoxe der Gegenständlichkeit des Fetischobjektes wird zwar von den bislang behandelten Autoren in ihren Aussagen immer wieder illustriert, aber ohne daß sie es selbst je bemerken. r erste Versuch einer systematischen Erklärung dieses Phänomens gelten kann. «10 Die Funktion des Fetisch ist also für Freud eine doppelte, er sieht ihn etwas ersetzen und gleichzeitig etwas kaschieren.

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