Bürokratietheorie: Einführung in eine Theorie der Verwaltung by Hans-Ulrich Derlien, Doris Böhme, Markus Heindl

By Hans-Ulrich Derlien, Doris Böhme, Markus Heindl

Ausgehend von Max Webers Ausf?hrungen m?chte das Buch das f?r moderne Gesellschaften ubiquit?re Ph?nomen der "B?rokratie" theoretisch erfassen. Dabei werden vier Dimensionen herausgearbeitet und beschrieben: B?rokratietheorie als Gesellschaftstheorie, die Beziehungen zwischen B?rokratie und Politik, das Verh?ltnis von Individuum und B?rokratie sowie die B?rokratietheorie als Organisationstheorie. Das Buch schlie?t mit einem Blick auf das Thema der Entb?rokratisierung.

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Die Ausdehnung der Staatsfunktionen drückt sich auch in der Normenproduktion aus: 1977 waren 1480 Bundesgesetze und 2880 Rechtsverordnungen des Bundes in Kraft, von denen lediglich 280 bzw. 420 unverändert aus der Zeit vor 1969 stammten. 2003 betrug die Zahl der geltenden Bundesgesetze über 2000, die der geltenden Rechtsverordnungen des Bundes mehr als 3000. Diese Regelungsflut schlägt sich im Umfang der Gesetzblätter und Vorschriftensammlungen nieder. 1956 umfaßte das Bundesgesetzblatt 1082 Seiten, 1980 bereits 3992 Seiten;.

Des weiteren lässt sich insbesondere die Herausbildung monokratischer im Gegensatz zu kollegialer Verwaltungsführung nicht systematisch auf makro-soziologische Veränderungen zurückführen. Bei historisch genauer Betrachtung zeigt sich, dass sich diese Form der Verwaltungsführung nicht überall hat durchsetzen können, wenngleich sie im Frankreich Napoélons und in Preußen 1806 als Bureausystem das Kammersystem abgelöst hat. Andererseits ist das Merkmal „monokratische Verwaltungsführung“ als Merkmal des Idealtypus nicht historisch, sondern von Weber – kryptonormativ – eingeführt worden, wenngleich er andererseits dieses effizienzsteigernde Merkmal des „reinsten Typus“ an anderer Stelle sozusagen betriebswirtschaftlich abwägt gegenüber kollegialen Formen der Verwaltungsführung.

2). 3). Dabei wird nicht historisch-ideengeschichtlich vorgegangen, sondern es wird mit Max Webers Ausführungen begonnen, weil diese den höchsten Komplexitätsgrad erreichen. Zugleich sei dabei zu verdeutlichen, inwieweit Max Weber von Verwaltungshistorikern seiner Zeit (Schmoller, Hintze) gezehrt hat. Obwohl es üblich ist, Max Weber mit Karl Marx zu kontrastieren (vgl. Zander 1978; Schluchter 1972), werden wir die Marx'schen Ausführungen im dritten Kapitel darstellen, um damit eine Überleitung zur dort vorzutragenden Analyse sozialistischer Bürokratie herzustellen.

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