Bedingungen der Akzeptanz von Reform by Carl Peter Kleidat

By Carl Peter Kleidat

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44 2. Reform und Akzeptanz In der neo-institutionalistisch angeleiteten Organisationssoziologie wird die Überführung der Ideen eines Reformdiskurses in die Entscheidung, sich selbst nach Anleitung diskursiver Sinnangebote zu reformieren, als eine Auswahl aus den verschiedenen Reformkonzepten verschiedener Diskurse beschrieben: „The norms and arguments in the discourse help to explain which reforms are chosen by individual organizations; they may serve as an important inspiration for reformers who are designing a new reform, and they can determine which of several reform proposals is accepted by an organization” (Brunsson 1998, 270).

B. 37 Niklas Luhmann unterscheidet an dieser Stelle „semantische Experimente“, die zur Etablierung neuer Sozialstrukturen vorbereitendes Material beitragen können, von sozialstrukturell bedingten „semantischen Erfordernissen“ (Luhmann 1990e, 710). 38 Dieses evolutionäre Verhältnis einer vorlaufenden Rolle der Semantik wird in den wissenssoziologischen Studien Luhmanns zwar auch dargelegt und genauer untersucht (Luhmann 1983). Aber in Luhmanns wissens35 36 37 38 Siehe hierzu ausführlich Luhmann 1980; 1981a; 1981b; 1983; 1995a, 1997a.

Die Entscheidung, sich zu reformieren, ist immer eine Entscheidung der reformierenden Organisation. Aber die Ideen der Reform kann die reformierende Organisation sich selbst oder anderen zurechnen. Im Fall der Fremdzurechnung von Reformvorschlägen können sich Organisationen auf individualisierte andere Organisationen beziehen oder auf „Reformmodelle“, die sich als Diskurs von spezifischen Organisationen entkoppelt haben. Die Unterscheidung von Reform und Reformdiskurs ist nun nicht nur in organisationaler Kommunikation zu beobachten, sondern auch in Reformdiskursen.

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