Aristoteles by Walter Bröcker

By Walter Bröcker

Das Werk des Kieler Philosophen Walter Bröcker ist seit über 50 Jahren ein anerkanntes Standardwerk der deutschen Aristotelesforschung.

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Nur das Werden gibt die Möglichkeit, von einer Materie zu sprechen, die das, was das Seiende im Werden wird, zuerst noch nicht ist und es später wird. Und daß auch die Form diesen Bezug hat, zeigt sich in der Zusammensetzung: Form und Vorbild. Die Form die im Beginn des Werdens noch nicht ist, dem Werdenden noch nicht zukommt, kann das Werden schon im Voraus bestimmen als Vorbild. So zeigen sich die Gründe in erster Linie als Ursprünge des Werdens, und erst sofern das Seiende, dessen Gründe sie sind, gewordenes Seiendes ist, sind sie dann auch Ursprünge des Seins, und sofern die Erkenntnis dieses Seienden Erkenntnis seiner als gewordenen ist, Ursprünge des Erkennens.

Aber wie steht es mit dem Entstehen im engeren Sinne? Da doch hier das Seiende erst zum Sein kommt, was beharrt denn da ? Daß auch hier das Werden nicht mit dem absoluten Nichts beginnt, lehrt der Augenschein. Die Tiere und Pflanzen entstehen aus dem Samen usw. Es zeigt sich: Alles Entstehen im engeren Sinne vollzieht sich immer in der Weise, daß eine oder mehrere der andern Arten des Werdens vorgehen. Das Entstehen vollzieht sich entweder durch Umformung von Beharrendem, so entsteht die Bildsäule aus Erz, oder durch Hinzufügung wie das Wachsende, oder durch Hinwegnahme, so entsteht die Herme aus dem Stein, oder durch Zusammensetzung, wie das Haus, oder durch Veränderung des Ortes, wie die Schwelle aus dem Balkenusw.

Also gibt es sie doch, in unserm Reden wenigstens. In unserm Reden, zweifellos, da gibt es die Zahl 7, aber ist sie da wirklich ein Getrenntes? Vermag sie denn da zu sein ohne unser Reden? So haben wir, scheint es, die Nichtigkeit der Bewegung aus dem mathematischen Seienden vertrieben, aber dafür eine neue Nichtigkeit, die schärfer als die ausgetriebene ist, eingetauscht. Das Seiende, das wir da gewonnen haben, ist garnicht mehr seiend aus eigener Kraft, sondern ist nur als an etwas und bei etwas anderm seiend selbst ein Seiendes.

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