Anonymitätseffekte bei der Groupware-Nutzung: Eine by Karin Gräslund

By Karin Gräslund

Der computerunterstützten Gruppenarbeit wird eine Reihe positiver und negativer Anonymitätseffekte zugeschrieben. Die nicht-identifizierte Teamarbeit through desktop soll zu kreativeren Arbeitsergebnissen, ehrlicher Meinungsäußerung und gleichberechtigter Partizipation der Gruppenmitglieder, aber auch zum "Trittbrettfahrer"-Phänomen führen. Bisher konnte die empirische Forschung aber keine einheitlichen Wirkungsmuster nachweisen.

Aufbauend auf den divergenten Ergebnissen abgeschlossener Untersuchungen untersucht Karin Gräslund die Anonymitätseffekte der computerunterstützen Gruppenarbeit in einem interdisziplinären Forschungsdesign. Auf der foundation einer ganzheitlichen Klassifikation der anonymen Gruppeninteraktion nach ihren sozialen, methodischen und technischen Momenten entwickelt die Autorin einen strukturationstheoretischen Awareness-Ansatz, der Grundlage dezidierter Gestaltungsempfehlungen für Groupware sein kann.

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Eine wirkliche Gleichverteilung der Macht ist in GSS-Gruppen jedoch nur über die zusätzliche Verschleierung der Identität hierarchisch höherstehender Gruppenmitglieder erreichbar. Dadurch ist die in herkömmlichen Sitzungen übliche, wenn auch meist wenig bewußte, Einflußnahme einzelner Gruppenmitglieder durch den Zeitpunkt ihrer Partizipation aufgehoben. Neben der formellen Führung wird dadurch auch die informelle Führung erschwert. Die Homogenisierung der Interaktionskontexte aller Beteiligten wirkt also tendenziell so, daß auch die zurückhaltenden Persönlichkeiten in einer Gruppen leicht partizipieren können.

Ausschlag geben hier soziale Einflußfaktoren im Zusammenhang mit dem Awareness-Modell. Sie wurden als externer Einfluß auf die Versuche kontrolliert und insbesondere die Momente der sozialen Anonymität zeigen verstärkende bzw. h. technischen Beitragsanonymität. Eine strukturationstheoretische Interpretation von quantitativ erhobenen Daten jedoch nicht unumstritten (vgl. bspw. Thompson 1997; Urry 1997). Das derzeit noch ungewöhnliche Vorgehen der vorliegenden Arbeit wird daher erkenntnistheoretisch begründet (vgl.

Die Teilnehmer wurden den Untersuchungsbedingungen nach schriftlicher Anmeldung und Angabe ihrer Zeitpräferenzen nach dem Zufallsprinzip zugeordnet. 26 Damit ergab sich fiir das Experimentaldesign die folgende Verteilung der Teilnehmer auf die Treatments: Generierungsaufgabe Präferenzauswahlaufgabe Summe 1. Identifizierte Zusammenarbeit 8 Sitzungen 47 Teilnehmer 05,89 7 Sitzungen 42 Teilnehmer 06,1 15 Sitzungen 89 Teilnehmer 05,99 2. Beitragsanonyme Zusammenarbeit 7 Sitzungen 42 Teilnehmer 06,1 8 Sitzungen 47 Teilnehmer 05,78 15 Sitzungen 88 Teilnehmer 05,93 Summe 15 Sitzungen 89 Teilnehmer 05,99 15 Sitzungen 88 Teilnehmer 05,93 30 Sitzungen 177 Teilnehmer 05,96 Tabelle 2: Verteilung der Versuchsteilnehmer auf die Treatments Die Stichprobe war fiir die Grundgesamtheit der Universität repräsentativ, wie die demographischen Grunddaten der Probanden zeigten.

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